Staatsanleihen: Neuerlicher Anstieg der Risikoaversion?


03.11.20 09:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Marktteilnehmer starteten gelassen in die erste Woche des zweiten Lockdowns, so die Analysten der Helaba.

So habe der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) in einem Umfeld freundlicher Aktienmärkte und über den Erwartungen liegender PMIs in Spanien und Italien zunächst Verluste verzeichnet. Der Rückgang der Risikoaversion könnte jedoch schon bald auf die Probe gestellt werden, denn die US-Präsidentschaftswahl stehe bevor. Zwar liege der Herausforderer Biden in den Umfragen vorn, in den sogenannten "swing states" habe Präsident Trump zuletzt aber wieder Boden gutmachen können. Im Falle eines knappen Ergebnisses könnte wieder verstärkt Verunsicherung einkehren. Die 10J-Peripheriespreads seien nahezu unverändert in die neue Handelswoche gestartet.

Im Vorfeld der Entscheidung bei der US-Präsidentschaftswahl dürften sich die Marktteilnehmer abwartend zeigen. Die US-Industrieaufträge dürften zwar heute stärker als erwartet steigen, jedoch würden die Analysten nicht mit einem größeren Einfluss rechnen. Die Analysten würden davon ausgehen, dass sich der Future oberhalb der Marke bei 176,00 halte. Die Indikatoren im Tageschart würden den Future unterstützen. Eine erste Unterstützung würden die Analysten bei 175,92 lokalisieren. Darunter biete die Marke bei 175,41 (21-Tagelinie) sowie die September-Aufwärtstrendlinie bei 174,89 weiteren Halt. Hürden seien bei 176,32/38 und am Kontrakthoch bei 176,44 zu finden. (03.11.2020/alc/a/a)