Staatsanleihen: Kursrücksetze nicht auszuschließen


02.02.21 08:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der richtungsweisende Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) startete mit Verlusten in die neue Handelswoche, so die Analysten der Helaba.

Verantwortlich dafür dürfte unter anderem die freundliche Stimmung am deutschen Aktienmarkt und die Ankündigungen der Impfhersteller mehr Impfdosen in die EU liefern zu wollen. Die Unsicherheit über den Pandemieverlauf sei jedoch weiterhin hoch, denn der 7-Tage-Inzidenzwert liege noch weit oberhalb dem Ziel von 50 und Mutationen des Coronavirus würden den Ausblick drüben. Die 10J-Peripheriespreads hätten sich zum Wochenstart gleichwohl leicht eingeengt. BTPs würden aktuell 113 Basispunkte über Bunds rentieren.

Die Hängepartie bei der Regierungsbildung in Rom sei nach den Sondierungsgesprächen des Staatspräsidenten mit den Parteispitzen noch nicht vorüber. In Spanien und Portugal lägen die Aufschläge bei 61 bzw. 55 Basispunkten gegenüber dem deutschen Pendant. Mit griechischen Staatstiteln würden Investoren aktuell eine Zusatzrendite von 119 Basispunkten erzielen.

Das Chartbild sei nach wie vor von einer Seitwärtsbewegung um 177,50 geprägt. Kritisch zu beurteilen sei jedoch, dass der Bund-Future momentan unterhalb der 21- und 55-Tagelinien bei 177,45/54 sinke und es bisher nicht gelungen sei, nachhaltig über die Dezember-Abwärtstrendlinie bei 177,66 zu steigen. Weitere Rücksetzer sollten somit nicht ausgeschlossen werden. Die nächsten Unterstützungen würden die Analysten bei 176,63 und am Januartief bei 176,34 lokalisieren. Widerstände lägen zunächst bei 177,45/54 und bei 177,66. Darüber seien weitere Hürden bei 178,12 und im Bereich 178,34/44 zu finden. (02.02.2021/alc/a/a)