Staatsanleihen: Konjunkturzahlen stützen


07.07.21 08:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Anstieg der Ölpreise infolge der gescheiterten OPEC-Verhandlungen hat die Kurse deutscher Staatsanleihen nur kurzzeitig auf Talfahrt geschickt, so die Analysten der Helaba.

Letztlich hätten schwache Auftragseingänge und der deutliche Rückgang des ZEW-Saldos der Konjunkturerwartungen für Unterstützung gesorgt, wenngleich es verfrüht erscheine, Konjunktursorgen zu thematisieren. Vonseiten des Primärmarkts stehe heute einzig die Einführung der neuen Bundesobligation mit Fälligkeit Oktober 2026 in Höhe von 5 Mrd. EUR auf dem Programm. Bei den gestern angebotenen Linkern habe es keine Probleme gegeben und auch Österreich habe für die 5- und 10-jährigen RAGBs genügend Investoren begeistern können. Zudem sei Frankreich im 30-jährigen Laufzeitbereich aktiv gewesen und habe via Syndikat 5 Mrd. EUR aufgenommen. Das IPT-Level habe um 2 BP auf OAT +3 reingezogen werden können. Das Orderbuch sei mit 28 Mrd. EUR angegeben worden.

Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe seine anfänglichen Verluste mehr als wettmachen und sich oberhalb der 21- und 100-Tagelinien deutlich festigen können. Die Indikatoren im Tageschart seien konstruktiv und der niedrige ADX drehe nach oben, wenngleich es noch verfrüht erscheine, auf einen neuen Trend zu setzen. Mit dem Anstieg über 173,16/19 zeige sich der nächste Widerstand bei 173,79. (07.07.2021/alc/a/a)