Staatsanleihen: Keine Trendwende


14.10.21 09:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben sich gestern erholt, Entwarnung kann aber noch nicht gegeben werden, so die Analysten der Helaba.

So schnell würden sich die Inflationssorgen nicht verdrängen lassen. Die Verbraucherpreise in den USA seien im September auf hohem Niveau geblieben und hätten Spekulationen auf eine geldpolitische Wende unterstützt.

Die Aufstockung der 30-jährigen Bundesanleihe sei letztlich auch wegen des geringen Volumens von 1 Mrd. EUR problemlos verlaufen. Das Papier sei bei einer Zuteilungsrendite von 0,35% (knapp 40 BP höher als zuletzt) immerhin 2-fach überzeichnet gewesen. Auch die BTPs seien gut gelaufen, allerdings dürfte das Angebot von 6,5 Mrd. EUR mit ein Grund dafür gewesen sein, dass sich die Spreads zu Bundesanleihen nicht weiter hätten einengen können. Heute stünden nur noch drei Auktionen in Irland auf dem Programm. Weitere Aktivitäten werde es dann erst wieder in der kommenden Woche geben.

Der seit August existierende Abwärtstrendkanal sei beim Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) tonangebend. Nachdem in den letzten drei Handelstagen die untere Trendkanalbegrenzung ins Visier genommen worden sei, sei es zu einer Erholung gekommen. Heute verlaufe diese Trendlinie bei 168,18 und stelle eine wichtige Unterstützung dar. Vonseiten der Indikatoren gebe es noch keine Hinweise auf einen dauerhaften Anstieg. Einzig die überverkaufte Marktlage lasse auf eine zumindest kurzzeitige Korrektur hoffen. Eine Trendwende sei allerdings nicht in Sicht. (14.10.2021/alc/a/a)