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Staatsanleihen: Erholung - Belastungsfaktor USA bleibt aber


06.04.21 08:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben sich zuletzt deutlich erholt, Entwarnung kann allerdings noch nicht gegeben werden, so die Analysten der Helaba.

Die Inflationserwartungen in der Eurozone würden steigen und in den USA herrsche nach Veröffentlichung mehrheitlich robuster Wirtschaftsdaten Konjunkturoptimismus vor. Dort seien die Renditen zuletzt wieder gestiegen. Zudem würden die Pläne der Biden-Administration, ein Infrastrukturprogramm auf den Weg zu bringen, das teilweise wohl auch durch neue Schulden finanziert werden solle, für ein schwieriges Umfeld sorgen. Insofern sei davon auszugehen, dass der Transatlantikspread im Trend weiter zulegen werde.

Mit Blick auf den Primärmarkt sei zu konstatieren, dass die Emissionstätigkeit in dieser Woche wieder Fahrt aufnehme. Neben Österreich heute und Deutschland morgen gebe es am Donnerstag umfangreiche Aufstockungen in Frankreich und Spanien, sodass mit einem Gesamtvolumen von gut 20 Mrd. EUR zu rechnen sei.

Während das fundamentale Umfeld schwierig sei, habe sich das technische Bild mit Überschreiten der 21-Tagelinie aufgehellt. Auch die quantitativen Indikatoren würden ein insgesamt konstruktives Bild liefern. Unterstützungen würden die Analysten an der 21-Tagelinie bei gut 171,51 und um 170,70 lokalisieren. Widerstände seien bei 172,34 und an der 55-Tagelinie bei 172,41 zu finden. (06.04.2021/alc/a/a)