Staatsanleihen: Abwärtspotenzial begrenzt


02.10.20 09:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Robuste US-Zahlen und ein Anstieg der Risikobereitschaft haben den Rentenmarkt zunächst belastet, so die Analysten der Helaba.

Anschließend sei es zu einer Erholung gekommen. Wenig Einfluss würden indes die Streitigkeiten beim EU-Gipfel ausüben. Die Peripheriespreads würden sich sogar einengen, obwohl es bei der Auszahlung der Gelder aus dem Wiederaufbaufonds zu Verzögerungen kommen könne. Derweil sei das umfangreiche Angebot von Spanien und Frankreich vom Markt gut aufgenommen worden.

Frankreich habe langlaufende Anleihen im Volumen von insgesamt 11,5 Mrd. EUR emittiert und das spanische Schatzamt habe gut 3,8 Mrd. EUR einnehmen können. Die SPGB Juli 2066 sei 1,3-fach überzeichnet worden bei einer Zuteilungsrendite von 1,3%. Heute stünden keine Auktionen auf dem Programm. Allerdings würden die Schatzämter in Frankreich, Spanien und Portugal Einzelheiten über die geplanten Aktivitäten der nächsten Woche bekannt geben.

Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe sich von seinen Verlusten vollständig erholen können, sodass sich die seit Wochen zu beobachtende Konsolidierung fortsetze. Da die Unsicherheitsfaktoren weiterhin Bestand hätten (Corona-Entwicklung, US-Wahl, Brexit usw.), dürfte das Abwärtspotenzial begrenzt sein. Eine erste Unterstützung zeige sich bei 173,92 in Form der 55-Tagelinie. Erste Widerstände seien im Bereich 175,00/10 zu finden. (02.10.2020/alc/a/a)