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Staatsanleihen: 100-Tagelinie im Blick


16.11.21 08:32
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Wochenauftakt verlief zunächst freundlich, im Verlauf drehte aber das Bild; zum einen spielen EZB und FED auf Zeit und versuchen fortgesetzt die Zinserwartungen zu dämpfen, zum anderen werden die Fragezeichen in Sachen Corona-Pandemie wieder größer, so Ralf Umlauf von der Helaba.

Teil-Lockdowns würden diskutiert und in europäischen Nachbarländern bereits umgesetzt. Derweil würden die Inzidenzen weiter stark steigen und das Thema Risikoaversion könnte bald schon wieder in den Vordergrund rücken. Eine solide US-Stimmungsindikation und feste Aktienmärkte sowie wenig veränderte Peripheriespreads hätten per Saldo aber keine Safe-Haven-Nachfrage aufkommen lassen.

Am Primärmarkt richte sich der Blick nach Finnland, denn dort stünden zwei Aufstockungen im langen und ultralangen Bereich an. Zusammen solle 1 Mrd. EUR in die Staatskasse gespült werden.

Die 100-Tagelinie sei nur anfänglich und nicht nachhaltig überwunden worden und so sei noch kein Raum für eine Ausdehnung der Erholung bis zum 61,8%-Retracement der gesamten Abwärtsbewegung seit August bei 171,95 entstanden. Indikatorenseitig sei das Bild aber unverändert konstruktiv. So steige der MACD oberhalb seiner Signallinie und der DMI stehe im Kauf. Letzterer werde begleitet von einem sukzessive steigenden ADX. (16.11.2021/alc/a/a)