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Spanien, Frankreich und die Slowakei am Primärmarkt aktiv


08.06.18 08:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Mit Blick auf den US-Handelskonflikt dürften die Marktteilnehmer heute ihren Fokus auf das G7-Treffen in Québec richten, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Die Vorzeichen würden auf wenig Entspannung hoffen lassen. US-Präsident Donald Trump gelte als isoliert. Der französische Präsident Macron habe angekündigt, die Abschlusserklärung nicht zu unterzeichnen, sollten keine Fortschritte in Zollfragen erzielt werden. In Spanien habe gestern Premier Sanchez sein neues Kabinett vorgestellt. Die linkspopulistische Podemos sei nicht berücksichtigt worden. Neben der europafreundlichen Ausrichtung sei mit der Ernennung mehrerer Katalanen ein klares Entspannungssignal Richtung Barcelona gesendet worden. Datenseitig werde die Industrieproduktion für Deutschland und Frankreich veröffentlicht. Die Analysten würden für April eine stabile bis leicht positive Entwicklung erwarten.

Am Primärmarkt habe Spanien gestern drei Anleihen mit Fälligkeit 2021, 2023 und 2028 um ins. EUR 2,4 Mrd. aufgestockt. Bei starker Nachfrage (bid/cover 2,2 bis 3,3) seien Renditen von -0,04%, 0,44% und 1,41% erzielt worden. Ein Inflations-Linker (EUR 2,2 Mrd.) mit Laufzeit 2023 habe -0,79% erreicht. Frankreich habe vier Anleihen mit Laufzeit 2028 bis 2036 um insg. EUR 9 Mrd. zu Renditen von 0,86% bis 1,37% aufgestockt. Die Slowakei habe zwei neue Anleihen mit Laufzeit 2028 und 2068 emittiert. Bei sehr hoher Nachfrage seien EUR 1 Mrd. der zehnjährigen Laufzeit zur Rendite von durchschnittlich 1,021% platziert worden. Die EUR 500 Mio. der 50-jährigen Laufzeit hätten eine Rendite von durchschnittlich 2,254% erreicht. (08.06.2018/alc/a/a)