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Sommerliche Ruhe auf dem Primärmarkt


08.08.18 10:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Die USA haben gestern bekannt gegeben, ab 23. August Importe aus China in Höhe von USD 16 Mrd. mit zusätzlichen Zöllen zu belegen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Eine entsprechende Liste mit 279 betroffenen Importgütern sei gestern veröffentlicht worden. Jedoch sei dieser Schritt bereits erwartet worden und folge Zollmaßnahmen, die seit letztem Monat auf Importe im Ausmaß von USD 34 Mrd. erhoben würden. Entscheidender sei die Frage, ob Trump seine Drohung wahrmachen und letztendlich Strafzölle auf Importe von bis zu USD 500 Mrd. durchsetzen werde.

In Italien würden heute Vertreter der Regierungsparteien abermals zusammentreffen, um über das Budget für das kommende Jahr zu beraten. Hoffnungen, wonach die Regierung einen pragmatischen Kurs fahren und ihre unrealistischen Wahlversprechen abschwächen könnte, hätten zuletzt einen Dämpfer erhalten, was Ende letzter Woche zu merklichen Spreadanstiegen italienischer Staatsanleihen (10J ggü. DE) geführt habe.

Datenseitig sei heute lediglich die spanische Industrieproduktion erwähnenswert. Nach einem Anstieg im Mai erwarte der Konsens nun einen Rückgang im Vormonatsvergleich. Bereits gestern habe die deutsche Industrieproduktion erwartungsgemäß einen Rückgang im Juni verzeichnet. Aufgrund des deutlichen Plus im Mai habe damit im zweiten Quartal trotzdem ein Plus von 0,4% p.q. (Q1: +0,1% p.q.) erreicht werden können.

Auf dem Primärmarkt herrsche sommerliche Ruhe. So habe sich für heute lediglich Griechenland mit Geldmarktpapieren angekündigt. (08.08.2018/alc/a/a)