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Schwellenländer: Verluste bei Hartwährungsanleihen


05.10.20 10:45
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die steigenden Ansteckungszahlen haben zu einer Zunahme der Risikoaversion und zu Verlusten bei Emerging Marktes-Aktien und -Hartwährungsanleihen geführt, so die Analysten der DekaBank.

Von Krisenstimmung könne jedoch nicht gesprochen werden. Trotz der überraschenden Zinsanhebung bleibe die Türkische Lira - ebenso wie der Russische Rubel - unter Druck, weil Investoren befürchten würden, dass die beiden Länder aktiv in den militärischen Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan eingreifen könnten.

Verschiedene Risikofaktoren würden auf dem Ausblick lasten: Mögliche neue Ausgangsbeschränkungen als Reaktion auf den Anstieg der Ansteckungszahlen könnten den globalen Wachstumsausblick verschlechtern. Nach der US-Präsidentschaftswahl drohe eine Verfassungskrise, wenn der unterlegene Kandidat das Ergebnis nicht akzeptieren sollte. Trump könnte im Vorfeld der Wahl versuchen, außenpolitische Konflikte zu schüren, um dadurch Stimmen zu gewinnen.

Die politischen Unsicherheiten dürften jedoch die globale Wirtschaftserholung nicht ernsthaft gefährden und würden auch nichts am Ausblick sehr niedriger Leitzinsen ändern, die ein stützender Faktor für Schwellenländeranlagen bleiben würden. (Ausgabe Oktober 2020) (05.10.2020/alc/a/a)