Schwellenländer: Mexiko, Tschechien und Ungarn heben die Leitzinsen an


13.07.21 08:45
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Zentralbanken in Mexiko, Tschechien und Ungarn haben im Juni die Leitzinsen erstmalig seit der Corona-Krise angehoben, während Brasilien und Russland bei der geldpolitischen Normalisierung weiter fortgeschritten sind, so die Analysten der DekaBank.

Bei EM (Emerging Markets)-Lokalwährungsanleihen sei es entsprechend zu leichten Renditeanstiegen gekommen, womit sich der Markt vom Trend fallender Renditen in den USA abgekoppelt habe. Gegenüber dem Euro seien EM-Währungen weitgehend stabil geblieben, sodass der Markt insgesamt wenig verändert tendiert habe. EM-Hartwährungsanleihen hätten von sinkenden US-Renditen profitiert, womit die leicht gestiegenen Risikoaufschläge hätten kompensiert werden können.

Die Delta-Variante sorge zwar für lokale Bremsspuren und eine Verunsicherung, allerdings würden diese Faktoren durch die sehr gute Gewinnentwicklung bei insgesamt nur moderaten Bewertungen kompensiert. Nachdem sich die EM-Aktienmärkte bereits seit März in einer Seitwärtskonsolidierung befänden, sollte aufgrund der intakten fundamentalen Rahmenbedingungen das Anlegerinteresse wieder anziehen, was die Kurse im Verlauf des zweiten Halbjahres gut unterstützen dürfte. (Ausgabe Juli 2021) (13.07.2021/alc/a/a)