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Schwellenländer: Hartwährungsanleihen setzen ihre Erholung fort


06.07.20 12:00
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Schwellenländer-Aktien und -Hartwährungsanleihen konnten in den vergangenen Wochen ihre Erholung fortsetzen, so die Analysten der DekaBank.

Treiber seien bessere Konjunkturzahlen aus den Industrieländern und die massiven geld- und fiskalpolitischen Hilfsprogramme rund um den Globus gewesen. Die starke Ausbreitung der Corona-Pandemie in Lateinamerika, Südasien und Südafrika habe vor allem die Währungen Lateinamerikas belastet, weshalb Emerging Markets-Inlandswährungsanleihen an der guten Entwicklung nicht hätten partizipieren können. Gut drei Monate nachdem die Corona-Ausbreitung eine tiefe Verunsicherung ausgelöst habe, seien zwar noch viele Fragen offen und die Prognoserisiken weiterhin außergewöhnlich hoch. Doch die Kapitalmärkte könnten auf ein Umfeld dauerhaft niedriger Zinsen und eine konjunkturelle Erholung in den kommenden Monaten setzen. Für einige Schwellenländer werde diese Unterstützung nicht ausreichen. Insbesondere für bonitätsschwache Ölproduzenten bestehe ein hohes Risiko, dass die Staatsschulden restrukturiert werden müssten. Die meisten Schwellenländer würden jedoch über den finanziellen Spielraum verfügen, um eine Schuldenkrise vermeiden zu können. (Ausgabe Juli 2020) (06.07.2020/alc/a/a)