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Schwellenländer: Hartwährungsanleihen mit hohen Verlusten


09.05.22 09:38
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der starke Anstieg der US-Renditen hat insbesondere bei Emerging Markets (EM)-Hartwährungsanleihen zu hohen Verlusten geführt, so die Analysten der DekaBank.

Lokalwährungsanleihen seien ebenfalls negativ betroffen gewesen, doch seien die Verluste moderater gewesen. Die Corona-Einschränkungen in China würden sowohl die Unternehmensgewinne als auch die Stimmung der Anleger belasten, was die Kurse der Schwellenländer-Aktien insgesamt korrigieren lasse. Allerdings sei die Bewertung mittlerweile sehr günstig. Erste Anzeichen einer Wiederbelebung der chinesischen Wirtschaft dürften zu einer deutlichen Aktienmarkterholung führen, zumal Schwellenländer vergleichsweise gering vom Krieg in der Ukraine betroffen seien. Schwellenländeranleihen dürften die schwierigste Phase hinter sich haben, da der US-Rentenmarkt die Zinswende in den USA bereits weitgehend eingepreist habe. Angesichts des anhaltenden Inflationsdrucks und der Unsicherheit um mögliche weitere Verwerfungen an den Rohstoffmärkten infolge des Kriegs in der Ukraine und der Russland-Sanktionen des Westens bleibe die Stimmung jedoch angespannt. Die Verschlechterung des globalen Wachstumsausblicks laste auf der Bonitätsentwicklung. (Ausgabe Mai 2022) (09.05.2022/alc/a/a)