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Schwellenländer: Geldpolitik wird gelockert - EM-Inlandswährungsanleihen bleiben gestützt


11.05.20 12:00
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Schwellenländeranlagen konnten sich in den vergangenen Wochen etwas stabilisieren, nachdem es im März zu einem Einbruch gekommen war, so die Analysten der DekaBank.

Allerdings lägen die Märkte seit Jahresbeginn noch immer deutlich im Minus. Der Ausblick sei von hoher Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung geprägt. Zwar würden die Analysten der DekaBank eine Erholung in der zweiten Jahreshälfte erwarten, doch dürfte die Wirtschaftsleistung Ende 2020 noch unter dem Vorkrisenniveau liegen. Rückläufige Gewinne dürften auf der Aktienmarktentwicklung lasten.

Im Segment der Hartwährungsanleihen seien die schwachen Bonitäten stark unter Druck geraten und die Analysten der DekaBank würden auch hier keine schnelle Erholung erwarten. Nach Argentinien und dem Libanon dürften weitere Länder gezwungen sein, ihre Staatsschulden zu restrukturieren. Hierbei stünden zwar vor allem kleine Länder im Fokus, doch mit der Türkei und Südafrika befänden sich auch zwei prominente Emittenten in einer schwierigen Liquiditätssituation. In vielen Schwellenländern werde die Geldpolitik gelockert, wodurch EM-Inlandswährungsanleihen gestützt bleiben würden. Aber die niedrigen Zinsen würden die Abwärtsrisiken für EM-Währungen erhöhen. (Ausgabe Mai 2020) (11.05.2020/alc/a/a)