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Schwellenländer bei Aktien und Anleihen favorisiert


02.11.17 11:30
Swisscanto Invest

Zürich (www.anleihencheck.de) - Die globalen Konjunkturdaten fielen auch im Oktober überraschend gut aus, so die Experten von Swisscanto Invest.

Insgesamt würden sie auf eine Fortsetzung des Aufschwungs bei gedämpfter Inflation hindeuten. Die US-Wirtschaft befinde sich trotz der Belastungen durch die Wirbelstürme weiter auf Wachstumskurs. Die Europäische Zentralbank mache einen Schritt in Richtung Normalisierung der Geldpolitik. Sie habe die Reduzierung des Anleihen-Ankaufprogramms auf den Beginn des kommenden Jahres hin angekündigt. In Großbritannien seien die Konjunkturdaten der vergangenen Wochen gemischt ausgefallen, sie würden aber insgesamt noch keine deutliche Verlangsamung des Wachstums anzeigen. Weiterhin erfreulich entwickle sich die chinesische Konjunktur. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im dritten Quartal liege mit 6,8 Prozent nur leicht unter den in den ersten zwei Quartalen erreichten 6,9 Prozent. In Japan bleibe Ministerpräsident Abe nach den Neuwahlen an der Macht. Die ultraexpansive Geldpolitik dürfte somit fortgeführt werden.

Haupttreiber der Finanzmärkte sei die Konjunktur, die noch immer auf Hochtouren laufe. So hätten die globalen Aktienmärkte auch im Oktober zugelegt. In diesem konjunkturellen Umfeld dürften Aktien attraktiv bleiben.

Es sehe ganz danach aus, dass der globale Konjunkturmotor nochmals einen Gang höher schalte. Dies würden zumindest die ausgesprochen optimistischen Stimmungsindikatoren rund um den Globus nahe legen. Sowohl die Unternehmen als auch die Konsumenten würden vielerorts so zuversichtlich in die Zukunft blicken wie seit Jahren nicht mehr. Auf Unternehmensebene schlage sich dies in stattlich wachsenden Gewinnen nieder. Angesichts dieses vorteilhaften konjunkturellen Umfelds würden die Experten für die Aktienmärkte zuversichtlich gestimmt bleiben. Anleihen der so genannten sicheren Häfen seien in einem solchen Umfeld weniger gefragt.

Angesichts des Negativzinsumfeldes in der Schweiz würden CHF-Anleihen unattraktiv bleiben. Aufgrund der Aufwertung des Euro zum Franken würden die Experten Währungsgewinne bei Euro-Obligationen realisieren. Anleihen aus den Schwellenländern und Nordamerika würden aufgrund des Zinsvorteils ihre bevorzugte Wahl bleiben.

Innerhalb der Aktienmärkte würden die Experten weiterhin die Schweiz und die Schwellenländer favorisieren. Die schwächeren Währungen in Verbindung mit der positiven globalen Konjunkturentwicklung würden unterstützend für diese Regionen wirken. In Europa würden sie in den kommenden Quartalen aufgrund der Aufwertung des Euro mit negativen Spuren in den Gewinnausweisen der europäischen Unternehmen rechnen, die mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung sichtbar würden.

Aufgrund der Sorglosigkeit an den Finanzmärkten und der anhaltenden geopolitischen Risiken im Nahen Osten sowie in Nordkorea würden die Experten die Preisaussichten von Gold positiver beurteilen. Sie seien nun bei allen drei alternativen Anlagekategorien Gold, Rohstoffe und Immobilen neutral positioniert. (02.11.2017/alc/a/a)