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Schweiz: Leichter Inflationsanstieg, Geldpolitik bleibt locker


08.07.21 10:30
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Wirtschaft der Schweiz befindet sich mitten in einer starken Erholungsphase, diese könnte aber jetzt das Plateau erreicht haben, so die Analysten von Postbank Research.

Frühindikatoren wie das KOF Konjunkturbarometer und der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe seien im Juni von ihren im Mai erzielten Rekordniveaus bei 143,7 bzw. 69,9 Punkten ein ganzes Stück zurückgekommen.

Der Dienstleistungssektor profitiere rechtzeitig zur Sommerreisesaison von Lockerungen der Corona-Beschränkungen.

Nachdem die Inflation im April das erste Mal seit über einem Jahr wieder in den positiven Bereich gestiegen sei, sei sie in den beiden Folgemonaten weiter geringfügig aufwärts geklettert. Mit 0,6 Prozent bleibe der Preisauftrieb aber weiterhin verhalten. Der größte Inflationsdruck rühre weiterhin vom Energiesektor her.

Nachdem die US-Notenbank Mitte Juni eine frühzeitigere Beendigung ihrer expansiven Geldpolitik in Aussicht gestellt habe und die kurzfristigen Renditen in den USA angestiegen seien, habe der Franken deutlich zum US-Dollar und moderat zum Euro verloren. Die Schweizerische Notenbank dürfte ihre lockere Geldpolitik auf unbestimmte Zeit fortsetzen und weiterhin ihre Bereitschaft zu Devisenmarktinterventionen betonen.

Nach einem kräftigen Anstieg von Januar bis in den Mai hinein bewege sich die Rendite 10-jähriger schweizerischer Staatsanleihen nun seitwärts. Auf Basis der Konjunkturerholung könnte sie von aktuell -0,22 (Stand: 05.07.2021) auf 0,00 Prozent in sechs Monaten ansteigen. (Zinsbulletin Juli 2021) (08.07.2021/alc/a/a)