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Schwedische Notenbank verharrt in ihrer Starre


03.07.18 08:30
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Eine Analyse der schwedischen Wirtschaft könnte schnell zu dem Ergebnis führen, dass die Währungshüter auf ihrer heutigen Sitzung mit hoher Wahrscheinlichkeit den Leitzins erhöhen, berichten die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

So wachse die Wirtschaft weiter äußerst robust, der zuletzt bröckelnde Immobilienmarkt scheine sich zu stabilisieren, die Inflation bewege sich in Höhe Ziels der Notenbank und die Schwedische Krone habe zuletzt wieder abgewertet. Zur Erinnerung: Der Leitzins in Schweden liege nach wie vor bei -0,5% und damit sogar unterhalb des Einlagensatzes der EZB (-0,4%). Von den sechs stimmberechtigten Mitgliedern scheine aber lediglich der stellvertretende Gouverneur, Henry Ohlsson, eine Zinserhöhung voranzutreiben, während seine Mitstreiter weiter von der Sorge getrieben seien, dass sich die Teuerung wieder abschwächen werde. Insofern dürfte die heutige Sitzung keine Verschärfung der Geldpolitik mit sich bringen.

An den Märkten werde keine Leitzinserhöhung in Schweden erwartet, sodass sich die Reaktionen an den Kapitalmärkten in Grenzen halten dürften. Kommentare in Richtung einer bald anstehenden geldpolitischen Verschärfung hätten aber das Potenzial, die Schwedische Krone zumindest kurzfristig zu stützen. (03.07.2018/alc/a/a)