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Schweden: Inflation fordert Riksbank heraus


16.11.21 10:43
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Im Oktober hat die Inflation in Schweden 3,10% erreicht, den höchsten Wert seit 2008, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Das sei klar über dem Inflationsziel von 2,00% der Riksbank (schwedische Notenbank). Der Anstieg sei auf eine starke wirtschaftliche Erholung, einen knappen Arbeitsmarkt und auf Lieferengpässe zurückzuführen. Bisher hätten sich die Notenbanker der Riksbank entspannt gezeigt und hätten eine erste Zinsanhebung frühestens für Ende 2024 prognostiziert. Experten würden vor einem Zinsschritt mit einer Reduktion der Anleihekäufe rechnen. Das könnte schon 2022 der Fall sein. Auf den Zinsmärkten werde aktuell eine erste Zinsanhebung von 0,00% auf 0,25% Ende 2022/Anfang 2023 eingepreist. Letzte Woche habe Notenbankchef Stefan Ingvers betont, dass er bei der "Inflation von einem temporären Phänomen" ausgehe und die Inflation in einiger Zeit wieder fallen sollte. Man werde sehen inwieweit sich die Riksbank ob der Inflation auf der Zinssitzung am 25. November besorgt zeigen werde. Aussichten: EUR/SEK seitwärts zwischen 9,96 und 10,05. (16.11.2021/alc/a/a)