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SSA: Debatten über Handelsbeschränkungen werden für risikoaversen Markt sorgen


04.04.18 11:15
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - In der sehr kurzen Handelswoche seit unserer letzten Ausgabe - inklusive Karfreitag und Ostermontag - gab es international nur wenige Taps und keine Benchmarktransaktionen, so Norman Rudschuck, CIIA, und Thomas Scholz von der Nord LB.

Die Rentenbank habe einen 2027er Bond um EUR 50 Mio. aufstocken können und eine 2026er Laufzeit sei für EUR 75 Mio. erneut geöffnet worden. Auch die NRW-Bank habe in ihrer FRN NRWBK 01/26/23 zusätzliche EUR 200 Mio. eingesammelt. Zudem habe die Freie und Hansestadt Hamburg EUR 250 Mio. einen Bond (HAMBRG 0 02/12/21) über einen Tap aufgestockt. Zudem habe Niedersachsen gestern ein Konsortium für einen 2028er Tap (EUR 500 Mio., no-grow) mandatiert. Die Analysten der Nord LB rechnen mit sehr zeitnaher Preisung im Laufe des Mittwochs.

Der Sekundärmarkt zeige sich kaum verändert im Vergleich zur Vorwoche. Weiterhin würden die aktuellen Debatten über Handelsbeschränkungen für einen risikoaversen Markt sorgen, von dem Agencies profitieren würden. Die Nachfrage bleibe also konstant hoch. Durch fehlenden Supply hätten sich die Spreads auch nochmals tighter bewegt, der Sekundärmarkt habe 1 bis 2 Bp in den Randnamen und bis zu 4 Bp in den Corenamen performen können. Primärseitig seien bei den Ländern unlängst EUR 500 Mio. BaWü 04/28 bei ms -18 Bp begeben worden. Der Bond sei trotz eines ambitionierten Pricings gut vom Markt aufgenommen worden. Im Sekundärmarkt habe es in der Vorosterwoche wie erwartet lediglich kleinere Umsätze gegeben, wobei die Nachfrage leicht überwogen habe. (04.04.2018/alc/a/a)