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SSA, Covered Bonds: Risikoprämien im Trend rückläufig


10.02.21 10:00
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die deutschen Bundesländer sind aufgrund der Corona-Krise mit hohen Ausgaben konfrontiert, sodass auch in diesem Jahr ein umfangreiches Angebot zu erwarten ist, so die Analysten der Helaba.

Gestern habe das Land Niedersachsen einen bis August 2030 laufenden Bond um eine Milliarde Euro aufgestockt. Die Spread-Guidance habe bei einer 1,75-fachen Überzeichnung um 1 auf -2 BP eingeengt werden können. Heute emittiere Hamburg eine neue, 20-jährige Landesschatzanweisung. Ansonsten seien die Aktivitäten am Primärmarkt überschaubar und es scheine ein gewisses Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zu geben. In diesem Zusammenhang sei auf die Käufe der EZB am Sekundärmarkt erinnert. Insofern wundere es nicht, dass sich die ASW-Spreads sowohl im SSA-Segment als auch bei Covered Bonds im Trend einengen würden.

Auf besonders großes Interesse würden die Anleihen der EU stoßen. Darauf habe zuletzt auch der EU-Haushaltskommissar Johannes Hahn hingewiesen. Seiner Meinung nach könnte der Markt monatlich 15 bis 20 Milliarden Euro an EU-Bonds aufnehmen. Der Nachfrageüberhang werde sich wohl auch bei der nächsten Tranche zur Finanzierung des SURE-Programms zeigen, die in der übernächsten Woche erfolgen könnte.

Der Markt für SSAs und gedeckte Schuldverschreibungen sei weiterhin aufnahmefähig. Für Unterstützung würden wohl auch die zuletzt gestiegenen, durchschnittlichen Restlaufzeiten und erhöhten Renditeniveaus sorgen. Vor diesem Hintergrund könnten die Risikoprämien im Trend weiter sinken. (10.02.2021/alc/a/a)