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Russland kämpft mit steigenden Inflationswerten


12.07.21 10:15
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Die Wirtschaft in Russland erholt sich langsam von der Covid-Krise und profitiert vom globalen Aufschwung, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Dank der hohen Nachfrage nach Erdöl sei Russland, als Ölexporteur, ein Nutznießer dieses Trends. Die Wachstumsprognosen für Russland lägen für 2021 im Mittel bei 3,0% bis 3,5%. Wie nahezu alle Industrienationen kämpfe auch Russland mit steigenden Inflationswerten. Die Teuerung für Juni sei mit 6,5% etwas höher als erwartet ausgefallen. Die Notenbank habe aber schon frühzeitig reagiert und in mehreren Schritten den Leitzins auf aktuell 5,5% angehoben.

Weitere Zinsschritte habe die Notenbank-Gouverneurin Elvira Nabiullina bereits anklingen lassen. Bei der nächsten Sitzung am 23.7.2021 werde über eine Zinserhöhung zwischen 25 und 100 Punkten diskutiert. Die Markterwartung sei bei 75 Punkten, also einem künftigen Leitzins von 6,25%. Im Grunde eine Datenlage, die den Russischen Rubel (RUB) stärken sollte. Das politische Risiko wiege aber schwerer und lasse den Rubel nicht das Potenzial, dass möglich wäre. Die Oberbank tendiere dazu, Rubelstände bei Kursspitzen in EUR/RUB von 85,00 bis 87,00 zu verkaufen. Längerfristig erwarte die Oberbank eine breite Seitwärtsbewegung mit EUR/RUB Kursen auf der Oberseite von knapp über 90,00 und auf der Unterseite bei 85,00. (12.07.2021/alc/a/a)