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Russland: Kurzfristige RUB-Risiken, daher OFZs eher längerfristig attraktiv


14.05.20 11:45
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Seit Mitte März begannen sich die RUB-Märkte aufgrund der sich intensivierenden Zinssenkungswetten zu erholen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Die Ankündigung, bis Ende Mai ein 1-Jahres-REPO zu lancieren, habe ebenfalls geholfen (gleichzeitig habe man neue KOBR-Platzierungen annulliert). Die aktuellen OFZ-Renditen würden nach wie vor einen Aufschlag implizieren, was die OFZ-Nachfrage lokaler Banken stützen dürfte. Darüber hinaus würden Banken, die einen Liquiditätsüberschuss hätten und in KOBRs investiert hätten, entweder in CBR-Einlagen oder OFZs investieren müssen. Die jüngsten Rekordauktionen sprächen für eine anhaltende Marktunterstützung, auch dank der Rückkehr von Gebietsfremden (NR). Ihr Anteil sei von ca. 35% Ende Feb auf ca. 32% (~32 Mrd. EUR) Ende Mär zurückgegangen (immer noch 50% höher als Ende 2018), dürfte aber im Apr wieder angestiegen sein. Die OFZ hätten erneut von NRs profitiert, die nach höherwertigen EM-Investitionen suchen würden, wobei Russland nach wie vor eine der solidesten Haushaltsbilanzen in den EMs aufweise. Der RUB-Wechselkurs - 19% schwächer gegenüber USD als Anfang 2020 -habe ebenfalls die Entscheidung der NRs zum Wiedereintritt in OFZs erleichtert. Wir kaufen OFZs - vor allem für einen längeren Horizont, da kurzfristig RUB-Risiken bestehen, so die Analysten der RBI. (14.05.2020/alc/a/a)