Russland: Inflation weiterhin rückläufig


09.11.17 10:30
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - In Folge der Auseinandersetzung zwischen Russland und Ukraine verfiel Russland 2015 in eine Rezession (BIP -2,8%), so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Der russische Staatshaushalt sei weitestgehend von der Entwicklung des Rohölpreises abhängig. Dank des gestiegenen Ölpreises im Jahr 2016 habe das Wachstum 2016 bei -0,2% gelegen. Für 2017 sei die Prognose bereits +1,8%. Erfreulich entwickele sich die Inflation, die von 7,1% im Jahr 2016 auf voraussichtlich 3,9% für 2017 fallen werde.

Die russische Notenbank habe bereits mehrfach reagiert und den Leitzins von 12,5% (Stand April 2015) auf heute 8,25% gesenkt. Weitere Senkungen seien wahrscheinlich. Der Devisenmarkt rechne für die nächsten zwölf Monate mit einem Leitzinsniveau von 7,5%. Grundsätzlich stünden die Zeichen auf Erholung bzw. Wachstum. Die fehlende Zinsfantasie und die "stabilen" Rohölpreise (stabil bedeute Werte zwischen 50 bis 60 USD/Barrel) seien das Hauptargument für das Anhalten der Schwäche in Rubel (RUB). Wir gehen davon aus, dass EUR/RUB weiterhin über Werten von 65,00 notieren wird, so Oberbank. (09.11.2017/alc/a/a)