Russische Zentralbank wird wahrscheinlich ihre Leitzinsen im Dezember um 25 BP auf 8,0% senken


06.12.17 11:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die australische Volkswirtschaft expandierte im 3. Quartal 2017 mit 0,6% im Quartalsvergleich, womit die Jahresrate auf 2,8% anzog, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Angetrieben worden sei das Wachstum vor allem von der Belebung bei den Investitionen, die mit im Quartalsvergleich um 1,8% zugelegt hätten und in der Jahresrate mit 7,5% den höchsten Wert seit 2012 ausgewiesen hätten. Für das Gesamtjahr 2017 würden die Analysten ein BIP-Plus von 2,5% erwarten (2018e: 3,2%).

Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor in Großbritannien habe im November um 1,8 auf 53,8 Punkte nachgegeben, womit sowohl der bisherige Jahresdurchschnittswert als auch der historische Mittelwert leicht unterschritten werde. Die Erwartungskomponente habe zwar um 1,0 auf 65,3 Punkte zulegen können. Aber auch hier würden beide Durchschnittswerte weiterhin klar verfehlt. Das Wirtschaftswachstum im 2017er Schlussquartal dürfte damit kaum besser ausfallen als im 3. Quartal (+0,4% gg. Vq.).

Mit 2,5% habe sich die Inflation im November in der Russischen Föderation auf ein Rekordtief abgeschwächt. Allerdings würden die Erwartungen der künftigen Teuerung noch vergleichsweise hoch bleiben. Wahrscheinlich werde die Zentralbank ihre Leitzinsen im Dezember um 25 BP auf 8,0% senken. Ausgesprochen hohe Realzinsen würden russische Staatsanleihen unverändert attraktiv für Anleger machen.

Die Industrieproduktion in Brasilien habe mit 5,3% im Oktober die Erwartungen übertroffen. Der dennoch geringe Preisdruck erlaube der Notenbank Zinssenkungen auf 7,00% bis zum Frühling kommenden Jahres. Heute würden die Analysten eine Rücknahme der SELIC-Rate um 25 BP auf 7,25% erwarten.

Die polnische Nationalbank habe ihren Leitzins gestern unverändert bei 1,50% belassen. Die offenen Konflikte mit der EU würden voraussichtlich zu steigenden Renditen langfristiger PLN (Polnischer Zloty)-Staatspapiere führen. (06.12.2017/alc/a/a)