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Russische Notenbank vor deutlichen Zinssenkungen


02.06.17 10:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In der russischen Volkswirtschaft verlangsamt sich der Inflationsanstieg und voraussichtlich hat sich die Teuerung im Mai auf 4% gg. Vj. abgeschwächt, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Das sei das Niveau des von der Zentralbank der Russischen Föderation angestrebten Inflationsziels. Im Juni würden die Analysten sogar mit Preissteigerungen von weniger als 4% rechnen. Eine überschaubare Abwertung des Rubels im weiteren Jahresverlauf sowie die künftigen Ausgaben für Lebensmittel würden aber voraussichtlich das Ende des gegenwärtigen disinflationären Trends einläuten. Per Ende des laufenden Jahres würden die Analysten wieder eine Inflation um 4% erwarten, Mitte 2018 von 4,3%.

Die schwache Inlandsnachfrage auf der Verbraucherseite und stabile Inflationserwartungen würden jedoch die Zunahme des Preisdrucks voraussichtlich begrenzen. Vor diesem Hintergrund würden die Analysten unverändert per Ende kommenden Jahres mit einem niedrigeren Leitzins von 7,00% rechnen. Allerdings dürften die russischen Notenbanker ihre Geldpolitik schneller als zuvor von den Analysten gedacht lockern. Die Analysten hätten ihre Leitzinsprognose für das Jahresende 2017 von 8,5% auf 8,0% herabgesetzt. (02.06.2017/alc/a/a)