Robuste Wirtschaftsdaten belasten den deutschen Rentenmarkt


10.01.18 11:15
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - In der Eurozone hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt im November weiter verbessert und die Arbeitslosigkeit mit 8,7% (Oktober: 8,8%) das niedrigste Niveau seit 2009 erreicht, so die Analysten der Nord LB.

Die Unterschiede in den einzelnen Ländern seien allerdings groß geblieben: Während Deutschland und Malta mit 3,6% die niedrigste Quote aufgewiesen hätten, habe die Arbeitslosigkeit in Spanien bei 16,7% und in Griechenland bei 20,5% (September) gelegen.

Die deutsche Wirtschaft sei im vergangenen Jahr um 2,2% gewachsen, habe Wirtschaftsstaatssekretär Machnig gesagt. Für 2018 erwarte er ein Wachstum in etwa auf Vorjahresniveau.

Die robusten heimischen Wirtschaftsdaten hätten den deutschen Rentenmarkt am Dienstag belastet. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sei auf 0,458% (Vortag: 0,428%) gestiegen. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sei auf 161,30 (161,80) gefallen. Die Umlaufrendite sei mit 0,30% unverändert geblieben.

Die Renditen am US-Anleihenmarkt seien am Berichtstag weiter gestiegen. Die Angst, dass die Steuerreform die Inflation ankurbeln und die Notenbank zu einer schnelleren Straffung der Geldpolitik zwingen könnte, habe z.B. die zehnjährige Treasury um 18/32 Punkte fallen lassen; sie habe mit 2,55% rentiert. (10.01.2018/alc/a/a)