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Reserve Bank of Australia fürchtet starke Währung


02.08.17 11:00
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat sich jüngst sehr nachdenklich zur Stärke der heimischen Währung geäußert, berichten die Analysten der Nord LB.

RBA Governor Philip Lowe habe in den vergangenen Tagen ziemlich deutliche Worte gefunden. Man fürchte offenbar, dass der Australische Dollar bereits zu nachhaltig gegenüber der US-Währung aufgewertet haben könnte und somit in unerwünschter Weise auf die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der australischen Firmen drücken könnte. Zudem seien Angaben zur Entwicklung der Konsumentenpreise im 2. Quartal veröffentlicht worden, die unzweifelhaft unterhalb der Erwartungen der Marktteilnehmer gelegen hätten. In der Summe spreche das geldpolitische Umfeld damit zunehmend gegen die von einigen Marktteilnehmern im FX-Segment offenbar erwartete zeitnahe Zinsanhebung der RBA.

Die momentane Stärke der australischen Währung dürfte nach Auffassung der Analysten der Nord LB vor allem eine Konsequenz der ausgeprägten Schwäche des US-Dollar sein. Diese sei eindeutig auch ein politisches Phänomen; die Turbulenzen beim Versuch Donald Trumps, die Gesundheitsreform von Barack Obama zu kippen, würden offenkundig auch bis in die Asia-Pacific-Region wirken. Die momentanen Ermittlungen Robert Muellers seien natürlich auch nicht hilfreich für den Greenback. Mit steigenden US-Leitzinsen sollte es aber zu einer Gegenbewegung kommen. (Ausgabe August 2017) (02.08.2017/alc/a/a)