Rentenmarkt unter Druck


03.01.18 08:50
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) hat zu Beginn des neuen Jahres seine Schwächetendenz fortgesetzt, so die Analysten der Helaba.

Dafür würden steigende Ölpreise und erhöhte Inflationserwartungen ebenso verantwortlich gemacht wie hawkische Äußerungen von EZB-Vertretern sowie das reduzierte Anleihekaufprogramm in Verbindung mit hohen EWU-Emissionsvolumen in den kommenden Tagen. Mit den nachlassenden Kursen am Anleihemarkt sei die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen im Hoch auf 0,47% gestiegen. Vergleichbare Treasuries hätten sich oberhalb von 2,45% festgesetzt, zum Ende des letzten Jahres sogar mit 2,50% das höchste Niveau seit März 2017 erreichen können. Der Ausblick bleibe in Anbetracht der technischen Indikatoren getrübt. Skeptisch stimme zudem, dass die Unterstützung bei 161,50 unterschritten worden sei. Weitere Haltemarken würden die Analysten bei 160,95 und 160,76 lokalisieren. Erste Widerstände seien bei 161,86 und 162,37 zu finden. Die Trading-Range liege zwischen 160,95 und 161,90.

Zu Jahresauftakt stünden keine Kapitalmarktemissionen auf dem Programm. Abgesehen von diversen Geldmarktaktivitäten werde es erst morgen interessant, denn dann würden Spanien und Frankreich den Primärmarkt mit hohen Volumen anzapfen. Die Agence France Trésor emittiere gleich drei OATs im langen und ultralangen Segment, wobei das Emissionsvolumen bis zu 9 Mrd. EUR betragen solle. Die Renditen seien in Frankreich zuletzt ebenso gestiegen wie in anderen Ländern der Eurozone. Der Spread zu Bundesanleihen habe sich seit Anfang Dezember per saldo leicht ausgeweitet. Die seit Frühjahr 2017 zu beobachtende Konsolidierung in der Range von etwa 0,25 bis 0,40% setze sich aber fort. (03.01.2018/alc/a/a)