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Rentenmarkt: Zinsanhebung durch die FED ist eingepreist


13.06.18 08:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Nach dem Treffen zwischen Trump und Kim Jong-un rücken die heute (FED) und morgen (EZB) anstehenden Zinssitzungen in den Fokus, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Eine Zinsanhebung heute Abend durch die FED sei eingepreist. Viel interessanter werde daher sein, ob es beim projizierten Leitzinspfad zu einer Verschiebung komme, also ob die Währungshüter heuer in Summe vier statt drei Zinsschritte für angemessen halten würden. Dies entspräche nach dem für heute erwarteten Schritt zwei weiteren Zinsanhebungen.

Die heutigen Datenveröffentlichungen dürften angesichts der FOMC-Sitzung in den Hintergrund rücken. Nichtsdestotrotz würde der für den Monat April erwartete Rückgang der Industrieproduktion (-0,9% p.m.) in der Eurozone einen denkbar ungünstigen Start in das zweite Quartal darstellen (Q1: -0,6% p.q.). Überraschend Euro freundlich habe sich gestern der umstrittene italienische EU-Minister Savona geäußert. Nicht nur sei der Euro "unverzichtbar", auch habe er nie angeregt, dass Italien die gemeinsame Währung verlassen solle. Damit habe dieser die Linie der neuen italienischen Regierung fortgesetzt, die in den letzten Tagen mehrfach ihr Bekenntnis zur Euro-Mitgliedschaft unterstrichen habe.

Auf dem Primärmarkt hätten die Niederlande gestern eine Nullkupon-Anleihe mit Fälligkeit 2024 begeben. Die Emissionsrendite habe sich auf 0,09% belaufen, das Emissionsvolumen habe mit EUR 2,15 Mrd. unter dem Zielvolumen (EUR 2,5 Mrd.) gelegen. Für heute hätten sich Italien (2021, 2025, 2046, 2048), Portugal (2023, 2028) und Deutschland (2028) mit Anleihen angekündigt. (13.06.2018/alc/a/a)