Rentenmarkt: Peripherie-Anleihen bleiben anfällig


11.06.18 08:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) war zum Wochenschluss im Zuge einer zunächst zunehmenden Risikoaversion als "sicherer Hafen" gefragt, so die Analysten der Helaba.

Er habe die anfänglichen Gewinne aber nicht halten können und die Charttechnik bleibe getrübt. So sollten erneute Rücksetzer nicht ausgeschlossen werden. Erste Haltemarken bestünden bei 159,95/98 (21-Tagelinie und 61,8%-Fibonacci-Retracement). Darunter könnten Verluste bis zur 55-Tagelinie bei 159,17 gehen. Eine erste Hürde jenseits des Freitagshochs bei 161,13 würden die Analysten bei 161,66 sehen. Die Trading-Range liege zwischen 159,90 und 161,00.

Am europäischen Primärmarkt bleibe es zum Wochenstart ruhig. Das amerikanische Schatzamt versteigere am Abend eine 3- und eine 10-jährige Treasury Note und Belgien gebe Details zur geplanten OLO-Auktion am 18. Juni bekannt. Im Laufe der Woche würden noch europäische Länder (NL, FI, IT, PT, DE) am Primärmarkt aktiv. Die Staatsanleihen der Peripherieländer hätten in der vergangenen Woche erneut unter Abgabedruck gestanden. In Italien habe sich der 10J-Spread zu Bunds um 50 Basispunkte auf 2,66% erhöht. Spanien und Portugal hätten sich von der Entwicklung nicht ganz lösen können und so sei der Renditeaufschlag dort auf 1% bzw.1,6% angestiegen. Hervorzuheben sei jedoch, dass es lediglich in Italien zu einer verstärkten Abflachung der Zinsstrukturkurve gekommen sei. Im 2-jährigen Segment habe sich in den letzten Tagen die Rendite auf 1,66% verdoppelt. Die politische Verunsicherung in Italien bleibe demzufolge hoch. (11.06.2018/alc/a/a)