Erweiterte Funktionen

Rentenmarkt: Impfkampagnen und US-Daten im Fokus!


03.05.21 12:15
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Eine Million Impfungen an einem Tag - auch in Deutschland kommt die Impfkampagne nun langsam richtig in Gang, so die Analysten der Nord LB.

Damit würden sich die konjunkturellen Aussichten hierzulande sukzessive aufhellen. Länder wie Großbritannien oder die USA würden bereits ein Stück weit mehr Normalität aufzeigen, die im Laufe des Sommers auch in (Kontinental-)Europa Einzug halten sollte. Hinzu kämen die massiven Unterstützungsmaßnahmen beispielsweise in den USA - neben dem bereits verabschiedeten Relief Programme über 1,9 Mrd. USD habe US-Präsident Biden weitere Fiskalprogramme über insgesamt knapp 4 Mrd. USD dem Kongress zur Entscheidung vorgestellt. In Deutschland stünden in diesem Jahr Wahlen an, in Frankreich im nächsten Jahr. Insofern dürften die Politiker auch diesseits des Atlantiks nochmals in "Spendierlaune" kommen! Und wenn dann noch lange zurückgehaltene Sparvolumina von Verbrauchern mit Freude in Einkaufszentren ausgegeben werden könnten, dann dürfte die Wirtschaft einen Freudensprung vollziehen und damit auch die Preise anziehen. Doch inwieweit dies nachhaltig sein werde, sei die ganz große Frage.

In diesem Umfeld hätten die Zinsen seit Jahresbeginn der Benchmarkanleihen tatsächlich nordwärts tendiert, es gebe aber immer wieder Phasen von steigenden und wieder leicht rückläufigen Zinsen. Das dürfte sich noch im 2. Quartal fortsetzen. Perspektivisch dürfte aber schon auf sukzessiv steigende Zinsen gesetzt werden.

In dieser Woche sollte für eine Einschätzung der Renten- und Devisenmärkte wieder einmal verstärkt auf neue Konjunkturdaten aus den USA geschaut werden. Am heutigen Montag dürfte der ISM PMI auf dem zuletzt erreichten Niveau bei schwindelerregenden 65 Punkten nahezu unverändert hoch bleiben. Das sei ein erneut starkes Signal für den begonnenen Erholungsprozess im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Das zweite Wochenhighlight stehe am Freitag mit dem US-Arbeitsmarktbericht an. Den 900.000 neugeschaffenen Stellen im März dürften nun im April ähnlich viele neue Beschäftigungen gefolgt sein. Die Arbeitslosenquote sollte von 6,0% auf 5,8% gefallen sein. Darauf würden die rückläufigen wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hindeuten. Zudem würden Notenbanksitzungen der RBA (Dienstag) und der BoE (Donnerstag) stattfinden. (03.05.2021/alc/a/a)