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Rentenmarkt: Abwärtstrend der spanischen Risikoprämien setzt sich fort


13.10.17 09:15
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Am Nationalfeiertag Spaniens gab es gestern wenig Neues zum Konflikt Kataloniens mit der Zentralregierung, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Der seit Tagen beobachtbare Abwärtstrend der spanischen Risikoprämien habe sich fortgesetzt. Auch italienische Spreads hätten sich weiter eingeengt, nachdem man sich in Rom Abstimmung für Abstimmung einer Wahlrechtsreform nähere.

Heute stünden interessante Wirtschaftsdaten für die USA am Kalender. Die saisonal bereinigten Verbraucherpreise sollten im September gegenüber August kräftig zugelegt haben. Die Benzinpreise seien in Folge der Hurrikans Harvey und Irma um knapp 11% p.m. geklettert, saisonal üblich sei ein Rückgang um rund 1% p.m. Dies allein führe zu einem Anstieg des Verbraucherpreisindex um 0,45%. Für die Verbraucherpreise ohne Energie und Nahrungsmittel (Kernrate) würden die Analysten der Raiffeisen Bank International AG mit einem Zuwachs von 0,2% bis 0,3% p.m. rechnen. Auch bei den Einzelhandelsumsätzen werde sich der starke Preisanstieg bei Kraftstoffen bemerkbar machen. Zudem dürfte in Folge der Wirbelstürme auch real deutlich mehr gekauft worden sein (Reparaturen von Immobilien, Erneuerung von Einrichtungen). In nominaler Rechnung dürfte der Einzelhandelsumsatz um 1,0% p.m. zugelegt haben.

Am Ratingkalender von Moody’s seien heute Frankreich und Griechenland vermerkt.

Am Primärmarkt habe gestern Italien Anleihen mit Fälligkeit 2020, 2024 und 2048 zu einer durchschnittlichen Rendite von 0,15%, 1,53% und 3,33% platziert. Das Volumen von EUR 4 Mrd., 2 Mrd. und 1,488 Mrd. sei 1,61-, 1,73- und 1,39fach überzeichnet worden. (13.10.2017/alc/a/a)