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Rentenmärkte: Wenig los in dieser Woche


06.07.21 08:30
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Diese Woche beginnt schon einmal mit einem Feiertag in den USA - Independence Day - was traditionell meistens bedeutet, dass der heutige Montag auf den internationalen Finanzplätzen tendenziell recht ruhig sein dürfte, so die Analysten der Nord LB.

Doch dieses Bild werde sich vermutlich auch in den kommenden Tagen so fortsetzen, wenn nicht irgendwelche besonderen überraschenden Nachrichten zu Covid-19 oder zu den Rohstoffmärkten das Marktgeschehen wieder mehr in Schwung bringen würden. Denn der internationale Datenkalender sei positiv ausgedrückt als sehr übersichtlich zu bezeichnen.

Das gelte insbesondere für die Liste aus den USA, wo es sonst nur so von marktrelevanten Veröffentlichungen wimmele. Im Grunde seien es nur zwei Stimmungsumfragen, die am Dienstag für eine gewisse Aufmerksamkeit unter den Marktteilnehmern sorgen könnten: Am Vormittag würden die Ergebnisse vom ZEW bereits für den Berichtsmonat Juli bekannt gegeben, am Nachmittag würden aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten die Zahlen zum ISM Services PMI für den Berichtsmonat Juni folgen.

Die deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen dürften von 79,8 auf 71,0 Punkte zurückgehen, die deutsche ZEW-Lagebeurteilung von -9,1 auf 9,0 Punkte zulegen. Das Zurückfahren der restriktiven Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 werde die aktuelle Stimmung der befragten Finanzmarktteilnehmer sicherlich nochmals beflügelt haben. Da die Unsicherheit perspektivisch bleibe, sollten sich aber die Aussichten etwas normalisiert haben.

Beim amerikanischen Umfrageindikator für den Dienstleistungssektor könnte sich die Dynamik etwas verringert haben, was aber nur signalisiere, dass die Euphorie marginal niedriger ausfalle. In Zahlen ausgedrückt würden die Analysten für den ISM Services PMI mit 63 Punkten (nach 64 Punkten) rechnen - der Optimismus bleibe also sehr hoch. Man werde vor allem auf die Unterkomponenten zu schauen haben: Einerseits dürften die ISM-Auslieferungen zur Abschätzung der Knappheitsthematik eine große Rolle spielen, andererseits die ISM-Preiskomponente für den zu erwartenden Preisdruck ausgehend von höheren Preisen auf der Unternehmensebene. Zudem könnte man in Deutschland noch auf die Auftragseingänge und die Industrieproduktion jeweils für den Berichtsmonat Mai schauen. (Ausgabe vom 05.07.2021) (06.07.2021/alc/a/a)