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Rentenmärkte: Rückführung der expansiven Geldpolitik wird zunehmend spürbar


07.09.18 13:00
National-Bank AG

Essen (www.anleihencheck.de) - Mit der weiteren Zunahme der Kapazitätsauslastung in den Industrienationen wird an den internationalen Rentenmärkten die Rückführung der expansiven Geldpolitik zunehmend spürbar werden, so die Analysten der National-Bank AG.

Der Zinstrend an den internationalen Rentenmärkten werde daher auch in den kommenden Jahren grundsätzlich aufwärts gerichtet bleiben. Die US-Notenbank dürfte weiterhin in ihrem gradualistischen Modus bleiben: FED-Chef Powell habe diese Einschätzung auf der Jahrestagung der Notenbank in Kansas noch einmal bekräftigt. Hintergrund sei vor allem auch die hohe Unsicherheit in Hinblick auf mögliche Veränderungen der zentralen volkswirtschaftlichen Parameter. Die Analysten der National-Bank AG würden diesbezüglich weiterhin davon ausgehen, dass die FED vor allem die Entwicklung der Löhne im Auge behalten werde. Solange diese nur moderat zulegen, bleibe es bei einer allmählichen Rückführung des geldpolitischen Expansionsgrades. Die EZB werde die niedrige Kerninflation zur Legitimation ihrer alimentierenden Geldpolitik nutzen: Mit einer ersten Zinsanhebung würden die Analysten frühestens im September 2019 rechnen, wobei das nicht der Beginn eines klassischen Zinserhöhungszyklussessein dürfte: Die EZB werde aufgrund der strukturellen Probleme gezwungen sein, den Expansionsgrad der Geldpolitik jeweils nur sehr graduell zu senken. Die Analysten der National-Bank AG würden ihre Schätzungen auf den bisherigen Niveaus von 3,5% für die zehnjährigen Staatsanleihen in den USA und 1,0% für die Bundesanleihen belassen. (07.09.2018/alc/a/a)