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Renten: Zugewinne bei den Staatsanleihen


05.07.21 11:15
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Deutsche Bundesanleihen und amerikanische Schatzanweisungen erzielten in der Berichtswoche vom 28. Juni bis 2. Juli 2021 Kursgewinne, so die Experten von Union Investment.

Die Zinskurve in den USA habe über die langen Laufzeiten, dort sei der Renditerückgang (minus zehn Basispunkte) am stärksten gewesen, etwas flacher tendiert. Auf der Bundkurve sei es ab sieben Jahren Laufzeit zu einer Parallelverschiebung nach unten gekommen (sechs Basispunkte). Die richtungsweisenden Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit hätten mit minus 23 Basispunkten rentiert.

In der Peripherie sei die Risikoprämie italienischer Papiere in der Berichtswoche bis auf 100 Basispunkte gefallen. Auch in Spanien und Portugal seien die Aufschläge gegenüber Bundespapieren zurückgegangen. Der Gesamtmarkt für Euro-Staatsanleihen habe bis Donnerstagabend (iBoxx Euro Sovereigns) 0,6 Prozent hinzugewonnen.

Am Primärmarkt seien in der Woche vom 28. Juni bis 2. Juli 2021 zwei weitere Tranchen der Next Generation EU-Anleihe platziert worden. Die EU habe mit diesen Papieren einen weiteren Investorenansturm erlebt. Das neun Milliarden Euro schwere Papier mit fünf Jahren Laufzeit habe eine Nachfrage über 88 Milliarden Euro hervorgerufen. Der zweite Titel mit Fälligkeit in 30 Jahren im Umfang von sechs Milliarden Euro habe Kaufgebote über 83 Milliarden Euro nach sich gezogen. Die zweite Platzierung habe somit hervorragenden Anklang bei den Anlegern gefunden. Für Juli würden die Experten von Union Investment die Platzierung von weiteren Papieren im Volumen von zehn Milliarden Euro erwarten. Dann dürfte bereits die Hälfte der für 2021 anstehenden Anleihen platziert sein, was Druck vom Markt nehmen sollte. (Ausgabe vom 02.07.2021) (05.07.2021/alc/a/a)