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Renten: Zinskurven steiler


22.02.21 10:15
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den Bondmärkten tendierten die Zinsstrukturkurven in der Berichtswoche etwas steiler, so die Experten von Union Investment.

Der Renditeanstieg der richtungsweisenden zehnjährigen Laufzeiten habe sowohl in den USA als auch in Deutschland jeweils zehn Basispunkte betragen. Bundesanleihen hätten sich somit zuletzt mit minus 0,33 und die US-Pendants mit plus 1,3 Prozent verzinst. In Japan seien laufzeitgleiche Staatspapiere erstmals seit 2018 wieder über die 0,1 Prozent-Renditemarke geklettert.

Bei den Langläufern (30 Jahre) würden Bundespapiere mittlerweile mit knapp 0,2 Prozent rentieren. Am US-Markt seien mit Langläufern inzwischen 2,1 Prozent zu vereinnahmen.

Die Euro-Peripheriemärkte hätten sich dem Zinsanstieg nicht entziehen können. In Italien sei die Zehnjahresrendite in Richtung 0,65 Prozent gegangen, nachdem dort noch in der Vorwoche 0,45 Prozent zu erzielen gewesen seien. Die mittlerweile von Mario Draghi vorgestellte und vereidigte neue italienische Regierung habe im Vorfeld die italienischen Renditen stark nach unten getrieben, sei aber in der Berichtswoche kein marktbewegender Faktor mehr gewesen.

Auch in Spanien und in Portugal seien deutliche Renditeanstiege zu beobachten gewesen. Dem Primärmarkt für Euro-Staatsanleihen habe die Entwicklung nicht geschadet. Es seien Neuemissionen sowohl aus Spanien als auch Italien sehr gut platziert worden, da die Verzinsung im Rahmen der Marktbewegung entsprechend höher ausgefallen sei und die Anleger verstärkt habe zugreifen lassen. Dies habe den Renditeanstieg auch etwas abgebremst. Auf Indexebene (iBoxx Euro Sovereigns-Index) sei der Euro-Staatsanleihemarkt aber mit Verlusten aus der Handelswoche gegangen.

Euro-Unternehmensanleihen und Papiere aus den Schwellenländern hätten ebenfalls leicht abgegeben. Die Risikoprämien (Spreads) in beiden Märkten hätten sich bis Donnerstagabend aber relativ gut gehalten. (Ausgabe vom 19.02.2021) (22.02.2021/alc/a/a)