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Renten: Zinskurven kaum verändert


14.09.20 09:45
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Renditeveränderungen an den Anleihemärkten hielten sich in der Berichtswoche in Grenzen, so die Experten von Union Investment.

Mit Blick auf die US-Zinskurve sei in den langen Laufzeiten ein Renditerückgang um maximal vier Basispunkte zu beobachten gewesen (30 Jahre). Die deutsche Zinsstrukturkurve habe mit minimalen Renditeveränderungen am kurzen Ende (ein Basispunkt Anstieg) nahezu unverändert gelegen. In der Peripherie habe Italien sehr erfolgreich eine neue Staatsanleihe (20 Jahren Laufzeit) bei den Anlegern platziert. Die Zeichnungswünsche der Anleger im Orderbuch hätten sich auf 80 Milliarden Euro belaufen, letztlich seien Papiere im Gegenwert von zehn Milliarden Euro zugeteilt worden.

Der italienische Rentenmarkt habe in der Berichtswoche unisono über alle Laufzeiten hinweg leicht freundlich tendiert, die Renditen seien um bis zu vier Basispunkte gefallen. Zudem hätten sich italienische Staatsanleihen zuletzt in Phasenerhöhter Risikoaversion stressresistent gezeigt und hiervon unbeeindruckt sehr stabil gelegen.

Am Mittwoch tage die US-Notenbank. Geld- bzw. zinspolitische Beschlüsse dürften nicht zu erwarten sein. Allerdings sei eine Korrektur der bislang pessimistischen Projektionen für das Bruttoinlandsprodukt und die Arbeitslosenquote vor dem Hintergrund der bislang zu beobachtenden Erholung nicht unwahrscheinlich. Darüber hinaus seien ebenfalls zur Wochenmitte die US-Einzelhandelsumsätze von Relevanz. Der Konsens rechne für August mit einem weiteren Anstieg, nicht zuletzt auch aufgrund gestiegener Automobilverkäufe. Darüber hinaus dürften die Daten zur Industrieproduktion im Euroraum, in China und in den USA von übergeordnetem Interesse sein. Sowohl im Euroraum als auch den USA werde angesichts der nachlassenden Dynamik bei der Erholung ein deutlich geringeres Plus erwartet. (Ausgabe vom 11.09.2020) (14.09.2020/alc/a/a)