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Renten: Viele Veröffentlichungen neuer Konjunkturdaten und zwei Notenbanksitzungen


05.05.20 09:30
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die ersten verfügbaren Konjunkturdaten bestätigen, dass die Ausbreitung des Coronavirus und die notwendig gewordenen Gegenmaßnahmen für einen massiven Einbruch der Konjunktur in (nahezu) allen Teilen der Welt sorgt, so die Analysten der Nord LB.

Insofern würden die Zahlen der gemeldeten Infektionen im Fokus der Marktteilnehmer bleiben, da nur ein nachhaltiger Rückgang eine Lockerung der beschlossenen Beschränkungen erlauben und dann zu einer langsamen Erholung der Wirtschaft führen könne. In dieser Woche stünden wichtige neue Konjunkturdaten auf der Agenda. Das Highlight bilde sicherlich der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Für den Berichtsmonat April müsse mit einem historischen Sprung der neugeschaffenen Stellen (Prognose: +20 Mio.) und der Arbeitslosenquote (Prognose: 15%) gerechnet werden. Darauf würden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe deuten, die in den letzten fünf Wochen inklusive der Angaben vom letzten Freitag bereits auf nahezu 30 Millionen angestiegen seien.

Zudem werde am Dienstag auf den ISM PMI Non-Manufacturing zu schauen sein: Dieser für die USA wichtige Stimmungsindikator für Dienstleistungen habe sich im März noch recht solide bei 52,5 Punkten gehalten. Für den April würden die Analysten aber mit einem Rückgang auf 36,0 Punkte rechnen. In Deutschland werde man auf die Daten zu den Auftragseingängen am Mittwoch und zur Industrieproduktion am Donnerstag achten. Es seien aber noch Zahlen für den März.

Notenbanksitzungen gebe es von der RBA am Dienstag und der BoE am Donnerstag. Die Leitzinsen - weltweit - dürften noch für einige Zeit auf den tiefen Niveaus verharren und somit auch die Geldmarktsätze. Die Kapitalmarktzinsen würden ebenfalls von den Notenbanken niedrig gewünscht und wohl nur sehr langsam im Zuge einer gewissen Beruhigung der Lage wieder leicht ansteigen können. Dabei dürften die Renditen der Benchmarkanleihen zum Jahresende nur geringfügig über den aktuellen Ständen liegen. (Ausgabe vom 04.05.2020) (05.05.2020/alc/a/a)