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Renten: Verluste im Wochenverlauf, Renditen ziehen wieder an


03.05.21 10:00
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Insgesamt gute Konjunkturdaten, die starken Unternehmensergebnisse und, zumindest in Deutschland, erhöhte Inflationsdaten und die damit einhergehenden Zinssteigerungserwartungen, schufen in der Berichtswoche ein nicht gerade positives Umfeld für Rententitel, so die Experten von Union Investment.

Nach einer zwischenzeitlichen Pause mit rückläufigen Renditen habe sich in der Berichtswoche der aufwärtsgerichtete Zinstrend fortgesetzt. In den USA sei die Zehnjahresrendite der US-Schatzanweisungen in der Berichtswoche um zehn Basispunkte auf 1,65 Prozent angestiegen. Am Donnerstagabend sei dort sogar kurzzeitig die 1,7 Prozentmarke erreicht worden. Die US-Zinskurve habe ab fünf Jahren Laufzeit an etwas steiler tendiert.

Am Markt für deutsche Bundesanleihen hätten die Experten am Donnerstag renditeseitig ein Zwölfmonatshoch erreicht. Die Zehnjahrespapiere hätten vorübergehend mit minus 0,18 Prozent rentiert. Die Renditen hätten über die gesamte Zinskurve hinweg um bis zu 13 Basispunkte zugelegt. Peripherie-Staatsanleihen seien den Vorgaben der Bundespapiere gefolgt, auch dort sei es unisono zu Verlusten respektive ansteigenden Renditen gekommen. Auf Gesamtmarktebene (iBoxx - Sovereigns) hätten entsprechende Euro-Staatsanleihen am Donnerstagabend 0,6 Prozent im Minus gelegen.

Weiterhin im Aufwärtstrend habe - zum US-Dollar - die europäische Gemeinschaftswährung gelegen. Seit Ende März habe der Euro zum Greenback stetig aufgewertet und sei von 1,17 auf 1,215 US-Dollar je Euro gestiegen. Die zurückhaltende Geldpolitik der US-Notenbank habe diesen Trend noch einmal verstärkt, wenngleich die Top-Notierungen nicht hätten gehalten werden können und es am Freitag wieder unter die 1,21er Marke gegangen sei. (Ausgabe vom 30.04.2021) (03.05.2021/alc/a/a)