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Renten: Renditen bewegen sich in engen Bahnen


08.05.20 17:00
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den Euro-Staatsanleihemärkten bewegten sich die Renditen in engen Bahnen, so die Experten von Union Investment.

Auch in der Berichtswoche seien zahlreiche Neuemissionen platziert worden. Hierunter sei auch die neue Bundesanleihe gewesen, die mit 15 Jahren Laufzeit die bislang bestehende Fälligkeitsstruktur um diese Laufzeit ergänze. Die Bundrendite (10 Jahre) sei leicht um drei auf minus 56 Basispunkte angestiegen. Die deutsche Zinsstrukturkurve habe über die langen Laufzeiten etwas steiler tendiert. In der Peripherie (Italien, Spanien) hätten sich die Risikoaufschläge zu Bundesanleihen ein wenig ausgeweitet. Das Bundesverfassungsgericht habe zwischenzeitlich mit seinem Urteil für etwas Verunsicherung und damit höhere Spreads gesorgt, die sich aber zum Wochenschluss wieder zurückgebildet hätten.

Heute Abend stehe bezüglich Italien die Rating-Entscheidung sowohl von Moody's als auch der kanadischen DBRS an. Die Experten würden - zumindest Moody's betreffend - keine Änderung der Investment Grade-Einstufung erwarten.

Am US-Staatsanleihemarkt hätten Zehnjahrespapiere unverändert tendiert. Die gesamte US-Zinskurve sei etwas steiler geworden. Zum einen sei die Rendite 30-jähriger US-Treasuries um sechs Basispunkte angestiegen. Zum anderen seien Zweijahrespapiere renditeseitig auf einen historischen Tiefstand (0,12 Prozent) gefallen.

Der europäische Unternehmensanleihemarkt habe leicht nachgegeben, in US-Dollar und Euro notierte Anleihen aus den Schwellenländern (Emerging Markets, EM) hätten leichte Zugewinne (jeweils bis Donnerstagabend) verbucht. EM-Titel hätten bei den Risikoaufschlägen (Spreads) auf Indexebene (JP Morgan EMBI Global. Div.) dabei die Marke von 600 Basispunkten unterschritten. (08.05.2020/alc/a/a)