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Renten: Renditen der Benchmarkanleihen bewegen sich ganz leicht nach oben


14.05.18 16:00
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Renditen der Benchmarkanleihen bewegten sich in den vergangenen Tagen ganz leicht nach oben, so die Analysten der NORD LB.

Die Verzinsung zehnjähriger Bunds notiere bei knapp unter 0,60%, die Rendite amerikanischer Treasuries bei knapp unter 3,00%. Der transatlantische Renditespread zehnjähriger Benchmarkanleihen sei entsprechend leicht auf nahezu 240 Basispunkte zusammengelaufen. Die Zinskurve in den USA sei mit unter 45 Basispunkten etwas flacher geworden (10J minus 2J auf 45 Basispunkte). Bei den europäischen Benchmarkanleihen liege der entsprechende Laufzeitenspread dagegen höher bei etwa 115 Basispunkten.

Seien Benchmarkanleihen in der Vorvorwoche noch wegen der Sorgen um Störungen im internationalen Handel gesucht gewesen und hätten rückläufige Stimmungsindikatoren eine zunehmende Vorsicht insbesondere im Unternehmenssektor (ifo-Geschäftsklimaindex, ISM PMI), habe der bereits solide ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht vom 4. Mai erneut den Eindruck einer intakten robusten Konjunktur im Land der unbegrenzten Möglichkeiten vermitteln können. Insofern sei es auch bei den Renditen zu einer - sicherlich nur geringfügigen - Gegenbewegung nach oben gekommen. Bemerkenswerterweise hätten selbst die in der Vorwoche recht moderaten Preiszahlen in den USA zu keinen nennenswerten Irritationen geführt, obwohl sie im Grunde der Federal Reserve anzeigen würden, dass sie sich bei der Normalisierung der geldpolitischen Geldpolitik in den kommenden Monaten Zeit lassen könne. Aber was heiße das schon? Sicherlich könne das für sowohl drei als auch vier US-Leitzinsanhebungen in 2018 der Fall sein. Insofern habe sich entsprechend auch bei den Zinserwartungen wenig getan: Der nächste Zinsschritt sei für Juni quasi fast schon sicher. Ob im 2. Halbjahr noch einer oder zwei Zinsschritte folgen würden sei offen wie zuvor und werde von den kommenden Konjunkturzahlen abhängen. Für die Rendite zehnjähriger US-Treasuries bleibe die Marke von 3,00% der starke Widerstand. Die NORD LB gehe davon aus, dass sich auf diesem auch global gesehen hohen Niveau immer wieder Käufer finden lassen würden, so dass der Bereich wohl noch einige Zeit nicht signifikant gebrochen werde. Bei den zehnjährigen Bunds dürfte dies bei der Marke von 0,60% viel schneller der Fall sein, wenn nämlich die zuletzt weniger überzeugenden Makrodaten wieder eine Beschleunigung anzeigen würden. Insofern dürfte auch der Transatlantikspread ausgehend von dem aktuell hohen Niveau tendenziell wieder etwas zusammenlaufen. (14.05.2018/alc/a/a)