Renten: Relativ datenarme Datenwoche mit ruhigem Handelsverlauf zu erwarten


06.11.17 11:00
National-Bank AG

Essen (www.anleihencheck.de) - Die angelaufene Woche bringt nur relativ wenige richtungsweisende Daten, so die Analysten der National-Bank AG.

Die europäischen Einkaufsmanagerindices dürften heute die sehr gute Tendenz der letzten Monate fortschreiben: Das Momentum in der EU nehme derzeit eher noch weiter zu. Auch die Daten zur Industrieproduktion in Deutschland dürften morgen weiterhin von einer lebhaften Konjunktur zeugen. Der Ausblick für die Industrie sei weiterhin sehr gut, denn der globale Konjunkturmotor laufe derzeit auf Hochtouren. Am Freitag würden dann Daten zum US-Verbrauchervertrauen gemeldet. Und auch hier dürfte sich die solide Grundtendenz fortsetzen. Obgleich der letzte Arbeitsmarktbericht etwas unterhalb der Erwartungen gelegen habe, seien die Rahmenbedingungen für den privaten Konsum weiterhin exzellent.

Die letzten Tage und Wochen hätten derweil die Gültigkeit des makroökonomischen Szenarios der Analysten untermauert: Die Weltwirtschaft befinde sich in einer äußerst günstigen Konstellation, was auch an Entwicklung der risikobehaftete Assets deutlich geworden sei: Auf der einen Seite würden die Nachwirkungen der Lehman-Krise bewirken, dass die Inflation noch extrem gering bleibe, sodass die Notenbanken eine weiterhin sehr expansive Geldpolitik durchführen könnten. Auf der anderen Seite sei die zyklische Konstitution der großen Wirtschaftsregionen USA, Asien und Europa relativ synchron aufwärts gerichtet. Der geringe Preisdruck ermögliche es den Notenbanken dabei, stärker als sonst eine akkomodierende Politik zu betreiben, was den Aufschwung zusätzlich befeuere.

Obwohl die Konjunktur auch in Europa immer besser laufe, würden die europäischen Zinssätze dabei nicht so recht vom Fleck kommen: Die Märkte würden zu Recht vermuten, dass es noch ein weiter Weg sei, bis die EZB die Zinssätze anheben werde. Das habe EZB-Chef Draghi ja zuletzt abermals betont. Daher würden die Analysten auch weiterhin an die Fortsetzung des Auseinanderlaufens der Zinssätze dies- und jenseits des Atlantiks glauben - dies dürfte dem Dollar perspektivisch weiterhin mehr Rückenwind verleihen. In diesem Spannungsfeld sollte der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) im heutigen Handelsverlauf zunächst weiter Wasser treten. Die Analysten würden für heute ein Range-Trading in einer Spanne von 162,50 bis 163,50 Indexpunkten sehen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries sollte heute zwischen 2,26% und 2,37% notieren. (06.11.2017/alc/a/a)




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