Renten: Globaler Zinstrend in den kommenden Wochen vermutlich wieder stärker aufwärts gerichtet


12.06.17 10:15
National-Bank AG

Essen (www.anleihencheck.de) - Die angelaufene Datenwoche bringt wieder mehr richtungsweisende Daten aus den USA, so die Analysten der National-Bank AG.

Die Analysten seien grundsätzlich weiter optimistisch gestimmt für die US-Konjunktur: Grundsätzlich spreche die Empirie nach Erachten der Analysten recht eindeutig dafür, dass der Indikation durch eine Vielzahl von Frühindikatoren eine konjunkturelle Beschleunigung folgen werde. Bis zuletzt sei die Bereitschaft für deutlich mehr Investitionen im US-Unternehmerlager sehr hoch, was neben der Aussicht auf die Steuerreform auch an einer relativ guten Entwicklung der Unternehmensgewinne liege. Aufgrund des bislang unterdurchschnittlichen Wachstums dürfte der Aufschwung hier noch tragen. Aber auch mit Blick auf den privaten Konsum dürften satte Kursgewinne an den Aktienmärkten, eine solide Immobilienpreisentwicklung und ein Arbeitsmarkt an der Vollbeschäftigungsgrenze für eine robuste Konsumnachfrage sorgen.

Im Fokus der Analyse würden in dieser Woche vor allem die Daten zur Industrieproduktion stehen. Hier würden die höherfrequenten vorlaufenden Daten darauf schließen lassen, dass mit einem weiteren spürbaren Zuwachs gerechnet werden könne. Derweil würden auch aus der Baubranche gute Nachrichten kommen: Hier sei davon auszugehen, dass sich die Baubeginne weiter gut entwickeln und ihr hohes Niveau um 1200 Tsd. Einheiten werden halten könnten. Das Augenmerk der Märkte werde aber wohl vor allem auch der Entwicklung der Verbraucherpreise gewidmet sein. Zentraler Treiber seien hier insbesondere die Mieten, während sich der Inflationsdruck insgesamt zumindest zwischenzeitlich wieder etwas ermäßigt habe. Grundsätzlich würden die Preise aber robust bleiben, wie der Blick auf die vorgelagerte Ebene der Produzentenpreise verrate.

Der Wochenauftakt sei bis zum Dienstag relativ datenarm. Dann würden die Daten zum ZEW-Konjunkturtest veröffentlicht. Er dürfte sein hohes Niveau verteidigen und einmal mehr indizieren, dass die deutsche Konjunktur weiter solide expandiere. Das unerwartet gute Abschneiden von Macron Partei könnte etwas bewegen in Frankreich, das Land habe Reformen bitter nötig.

Mit Blick auf die gute globale Konstitution sollten vor allem die US-Zinssätze wieder etwas stärker anziehen. Dies dürfte sich dann auch auf die zwischenzeitlich arg reduzierte Bundrendite im Sinne von Kursabschlägen beim Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) auswirken: Die Analysten würden im Saldo eine Handelsspanne des Bund-Future zwischen 164,45 und 165,35 Indexpunkten sehen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,16 und 2,27% liegen. (12.06.2017/alc/a/a)





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