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Renten: Erholung an den Staatsanleihemärkten


08.11.21 11:30
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den Euro-Staatsanleihemärkten prägten steigende Anleihenotierungen respektive fallende Renditen das Geschehen, so die Experten von Union Investment.

Die Aussicht auf ein anhaltendes Niedrigzinsumfeld, welches in den vergangenen Tagen von EZB-Seite kommunikativ nochmals bekräftigt worden sei, habe zu einem Stimmungsumschwung geführt. Die teils ambitionierten Zinserhöhungserwartungen der Marktteilnehmer seien teils wieder an den Börsen ausgepreist worden. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sei von minus 0,11 auf minus 0,24 Prozent gefallen. Mit Blick auf die deutsche Zinskurve sei der Kurszuwachs und damit der Renditerückgang bei den Laufzeiten zwischen zwei und acht Jahren am ausgeprägtesten gewesen.

Bei den US-Staatsanleihen sei die Bewegung parallel verlaufen. Allerdings hätten dort langlaufende US-Treasuries mit 30 Jahren Fälligkeit einen Verlust bzw. eine leicht steigende Rendite aufgewiesen.

In der Euro-Peripherie sei ebenfalls ein Stimmungsumschwung zu beobachten gewesen. So sei im Wochenverlauf etwa die Zehnjahresrendite italienischer Staatsanleihen von 1,2 auf 0,94 Prozent gefallen. Der Risikoaufschlag (Spread) italienischer Papiere zu Bundesanleihen habe sich im Zehnjahresbereich deutlich von 131 auf 117 Basispunkte eingeengt. Freundlich hätten auch der spanische und der portugiesischen Staatsanleihemarkt tendiert. In Portugal werde es nach einer nach Haushaltsfragen ausgelösten Regierungskrise am 30. Januar zu Neuwahlen kommen, was den Renditerückgang aber nicht ausgebremst habe. (Ausgabe vom 05.11.2021) (08.11.2021/alc/a/a)