Renten: Daten zu den Leistungsbilanzen voraussichtlich mit wenig Impulsen - Dollar mittelfristig klar aufwärts


20.06.17 10:00
National-Bank AG

Essen (www.anleihencheck.de) - Heute dürfte abermals ein eher ruhiger Handel vorherrschen, so die Analysten der National-Bank AG.

Datenseitig würden lediglich die Daten zu den Leitungsbilanzen in den USA aber auch im Euroraum gemeldet. Die Analysten würden mit dem Konsensus erwarten, dass sich die US-Leistungsbilanz weiter verschlechtere, dies aber noch im Rahmen bleibe. Demgegenüber dürfte sich das Plus für die Eurozone einmal mehr bestätigen. Die Analysten würden erwarten, dass der Rückgang der US-Zinssätze temporär bleibe, da auch der Rückgang der US-Inflation temporär sein dürfte. Insofern werde die FED fortfahren, die Zinssätze zu erhöhen.

Der Dollar-Block sollte aufgrund des Vorlaufs des US-Zinszyklusses vor allem vor der Eurozone weiter aufwerten können. Temporär könnte sich der Euro hier noch halten, vor allem solange die Stärke der konjunkturellen Erholung im Euroraum nicht exakter abschätzbarer sei. Maßgeblich für die Analysten sei aber letztlich, dass der US-Zinszyklus deutlich weiter voran geschritten sei und keine Ermüdungserscheinungen im US-Konjunkturzyklus sichtbar würden: Die implizite Botschaft insbesondere der US-Aktienmärkte könne hier dahingehend gedeutet werden, dass die US-Konjunktur eher noch einmal vor einer signifikanten Beschleunigung stehe.

Neben der insgesamt weiter soliden Indikation durch viele traditionelle Frühindikatoren sei es nach Erachten der Analysten insbesondere auch die marktimplizite Zuversicht der Kapitalmärkte, die das robuste fundamentale Bild in den USA glaubhaft flankiere. Die Aktienmärkte würden hier die gute Entwicklung vorwegnehmen, trotz näher rückenden Taperings würden sowohl die Volatilität als auch die Credit-Spreads klar auf Risikofreundlich getrimmt bleiben - eine Entwicklung, die im Übrigen sowohl in Europa als auch in Asien vorherrsche. Im Ergebnis deute alles darauf hin, dass sich die Weltwirtschaft weiter robust entwickele.

Die Analysten würden den Euro mit Blick auf die Datenlage grundsätzlich unter Druck sehen, vor allem wenn die FED mit ihrer Bilanzverkürzung beginne. Da die EZB hier an ihren Maßnahmen festhalten werde, würden sowohl die QE-Maßnahmen als auch die traditionellen Leitzinssätze im Sinne einer Ausweitung des transatlantischen Zinsspreads und damit dollarstärkend wirken. Die Analysten würden Kurse um 1,03 auf Jahressicht erwarten. Die Kapitalmarktrenditen würden grundsätzlich weiter relativ niedrig bleiben. Ausgehend von der US-Entwicklung werde es aber weltweit sukzessive zu einer Niveauverschiebung der internationalen Zinsstrukturkurven nach oben kommen.

Mit Blick auf die anhaltende Unterauslastung sowie die strukturell unverändert fragile europäische Gesamtkonstellation werde die EZB dem internationalen Zinsgeleitzug weiter hinterherfahren, sodass die Kurvenversteilerung in Europa unterdurchschnittlich ausfalle. Die Analysten würden für heute im Saldo für den Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) ein Range-Trading in einer Spanne von 164,15 bis 165,10 Indexpunkten sehen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries sollte heute zwischen 2,12% und 2,23% notieren. (20.06.2017/alc/a/a)





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