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Renditevorteil der USA wird größer


07.01.22 08:48
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die US-Notenbank hat eingeräumt, dass sie die inflationären Risiken falsch eingeschätzt hat und daher das Leitzinsband früher oder in schnellerem Tempo erhöht werden müsse, so die Analysten der Helaba.

Dies habe die Stimmung an den Rentenmärkten weiter getrübt und die Renditen in die Höhe getrieben. Zehnjährige US-Renditen hätten seit dem 20. Dezember in der Spitze annähernd 40 BP auf knapp 1,75% zugelegt. Bundesanleihen mit 10-jähiger Laufzeit seien um gut 30 BP gestiegen. Inzwischen stünden unlängst markierte Mehrjahreshochs im Test. In den USA sei dies das im April 2021 markierte Hoch bei 1,78% und hierzulande sei es die Marke bei -0,06%, die gestern bereits phasenweise überwunden worden sei.

Durch das im Vergleich zur EZB schneller zu erwartende Agieren der US-Notenbank werde der Renditevorteil der USA größer - vor allem im kurzen Laufzeitbereich. Der 2-jährige Transatlantikspread habe mit etwa 148 BP das höchste Niveau seit knapp zwei Jahren erreicht. (07.01.2022/alc/a/a)