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Renditen von US-Treasuries und deutschen Bunds gestiegen


10.11.20 12:15
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Nach dem Wahlsieg präsentierte der designierte US-Präsident J. Biden gestern einen Expertenrat zur Eindämmung der Corona-Pandemie, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Zuständige Behörden sollten sich aber weigern, dem Biden-Übergangsteam Zugang zu Ressourcen zu gewähren. Zudem habe der US-Justizminister die Erlaubnis erteilt, Vorwürfe über Wahlbetrug noch vor Bekanntgabe der Endergebnisse zu untersuchen. Das zeige, dass die Machtübergabe alles andere als reibungslos verlaufen werde.

Mit dem Sentix-Index sei gestern die erste Stimmungsumfrage der Eurozone für den Monat November veröffentlicht worden. Der Index sei den zweiten Monat hintereinander gefallen, jedoch nicht so stark wie befürchtet worden sei, auf -10 Zähler. Die erneuten Lockdowns in vielen Ländern der EU hätten einen geringeren Einfluss als befürchtet. Die Lagewerte seien konstant geblieben in Deutschland sei sogar der sechste Anstieg in Folge auf -17,5 Punkte gemeldet worden. Konjunkturerwartungen seien hingegen zum dritten Mal in Folge gesunken und würden mit 22 Punkten den niedrigsten Stand seit Mai erreichen.

Am Datenkalender für heute stehe mit den ZEW-Indices eine weitere Stimmungsumfrage für den Monat November. Weiters würden Zahlen zur Industrieproduktion im Monat September für Italien und Frankreich bekannt gegeben. In Italien dürfte nach dem steilen Rebound, der die Produktionsleistung über das Vor-Corona-Niveau geführt habe, eine Verschnaufpause anstehen. Auch in Frankreich dürfte der Zuwachs deutlich geringer ausfallen.

Am Markt habe der EUR die starken Kursgewinne der Vorwoche verteidigen können. Die Renditen der sicheren Häfen US-Treasuries und deutsche Bunds seien infolge der positiven Nachrichten über Covid-Impfungen gestiegen. (10.11.2020/alc/a/a)