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Renditen von Staatsanleihen der Industrieländer haben leicht angezogen


12.10.17 08:45
Carmignac Gestion

Luxemburg (www.anleihencheck.de) - Die Renditen von Staatsanleihen der Industrieländer haben leicht angezogen und damit ihr Nachgeben im August wieder wettgemacht, so die Experten von Carmignac Gestion.

Die Bestätigung der FED, dass sie die Normalisierung ihrer Geldpolitik fortsetzen wolle, ohne abzuwarten, bis sich die Inflationszahlen ihrem Zielwert nähern würden, habe zu dieser Entwicklung beigetragen. Auf den europäischen Staatsanleihemärkten hätten nur portugiesische Schuldtitel, die zweitgrößte Position der Experten an Staatsanleihen aus Peripherieländern nach Italien, ein deutliches Nachgeben ihrer Renditen verzeichnet, was der Anhebung ihres Ratings durch die Agentur Standard and Poor's in die Kategorie "Investment Grade" zu verdanken sei. Die Zinsen von Staatsanleihen der Schwellenländer hätten sich ihrerseits weitgehend unverändert gehalten, wobei ihr Carry einen positiven Beitrag zur Performance der Fonds der Experten geleistet habe.

Erwähnenswert ist schließlich das Anziehen der Renditeprämien auf europäische Unternehmensanleihen des risikoreichen Segments, was unsere Strategie einer Anhebung der Bonität dieser Schuldtitel rechtfertigt, so die Experten von Carmignac Gestion. Die Zinsstrategie der Experten bleibe daher zurückhaltend mit ausgewählten Positionen, um Rendite auf Unternehmensanleihen mit hoher Bonität sowie auf Schwellenländer- (Brasilien, Russland) und Peripherieländeranleihen (Italien, Portugal) mitzunehmen, zu denen die Verkaufspositionen der Experten auf deutsche Staatsanleihen ein Gegengewicht bilden würden, woraus sich eine Gesamtduration von nahezu null ergebe. (Ausgabe Oktober 2017) (12.10.2017/alc/a/a)