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Renditen japanischer Staatsanleihen gestiegen


05.10.18 10:15
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Renditen japanischer Staatsanleihen sind gestern gestiegen, und Papiere mit zehnjähriger Laufzeit erreichten mit vorübergehend 0,16 Prozent ihr höchstes Niveau seit Januar 2016, also seit Einführung der negativen Leitzinsen, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Dies sei insofern bemerkenswert, als der Zielwert der Bank of Japan für Anleihen dieser Laufzeit bei 0 Prozent liege und jene erst im Juli ihre Schwankungsbreite von 0,10 auf 0,20 Prozent um diesen Zielwert herum verdoppelt habe. Zwar habe die BoJ mit Anleihekäufen gegen diese Entwicklung gehalten, aber Beobachtern zufolge scheine sie mit ihren Interventionen lediglich Kursspitzen glätten zu wollen. Dies werde mancherorts als allererstes Zeichen einer leicht strafferen Geldpolitik interpretiert. Folglich sei der Euro gestern in seinem kurzfristigen Aufwärtstrend zwischen 130,40 und 135,00 gegenüber dem Yen kein Stück vorangekommen. Die überraschend hohen gesamten Konsumausgaben der japanischen Haushalte im August (+2,8 % ggü. Vj.) seien heute früh ohne Auswirkung auf den Wechselkurs geblieben. (05.10.2018/alc/a/a)