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Renditen für italienische Staatsanleihen ziehen weiter an


09.10.18 09:30
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die schwächere Tendenz der Einheitswährung wurde auch durch die Entwicklung in Italien bedingt, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

So habe sich der stellvertretende Ministerpräsident Matteo Salvini gegen die Fortführung der europäischen Austeritätspolitik ausgesprochen und die Brüsseler Bürokratie als "wahren Feind Europas" bezeichnet. Kritik an den Haushaltsplänen sei gestern von EZB-Ratsmitglied Klaas Knot gekommen, der daran zweifele, ob die Pläne vereinbar seien mit der italienischen Verfassung und den EU-Regeln. Der Konfrontationskurs mit der EU-Kommission in Bezug auf die italienische Haushaltsplanung der kommenden Jahre sorge an den Anleihenmärkten weiter für eine hohe Volatilität. Mit rund 3,60% sei die Rendite für 10-jährige BTPs gestern auf den höchsten Stand seit dem Frühjahr 2014 gestiegen, der Renditeabstand zur Bundesanleihe dieser Laufzeit habe mit mehr als drei Prozentpunkten gar das höchste Niveau seit Juni 2013 erreicht.

Auch in den nächsten Tagen sei an den Anleihemärkten mit kräftigen Kursbewegungen zu rechnen. Italien werde dabei seine Haushaltspläne in der kommenden Woche in Brüssel vorstellen. (09.10.2018/alc/a/a)